Der Friedenspreis
Alle zwei Jahre vergibt Osnabrück den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.
Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis
Seit dem Jahr 1953 ist es in Osnabrück Tradition: Die Stadt erinnert an die Verkündung des Westfälischen Friedens am 25. Oktober 1648, als dieser historische Moment auf der Treppe des Rathauses stattgefunden hat. Jedes Jahr wird dieser bedeutsame Anlass mit dem Steckenpferdreiten gefeiert. Die Viertklässlerinnen und Viertklässler aus Grund- und Förderschulen ziehen mit selbstgebastelten Steckenpferden und farbenfrohe Hüten durch die Innenstadt, um an das Ende des 30-jährigen Krieges zu erinnern.
Die Bilder vom Umzug 2025 sind ab sofort online einzusehen.
Der Fotograf Maximilian Mann ist mit dem „Deutschen Friedenspreis für Fotografie 2025“ der Stadt Osnabrück und des internationalen Unternehmens Felix Schoeller mit Hauptsitz in Osnabrück ausgezeichnet worden. Maximilian Mann setzte sich gegen eine hochkarätige internationale Konkurrenz aus 88 Ländern mit seiner Arbeit „Letzte Rettung Oberhausen“ durch.
Den „Felix Schoeller Photo Award“ in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ erhielt Axel Javier Sulzbacher. Er beeindruckte die Jury mit seiner Serie „Green Dystopia“. In der Kategorie „Nachwuchs“ wurde Verdiana Albano für ihre Arbeit „i ain’t from no east coast“ ausgezeichnet.
Die Arbeiten der Sieger und der Nominierten werden bis zum 22. Februar 2026 im Museumsquartier Osnabrück gezeigt.
Seit 1991 verleiht die Stadt Osnabrück alle zwei Jahre den nach dem in Osnabrück geborenen Schriftsteller Erich Maria Remarque benannten Friedenspreis. In diesem Jahr wird die Auszeichnung zum 17. Mal vergeben. Er geht an den britisch-französischen Jurist und Schriftsteller Philippe Sands. Den Sonderpreis erhalten Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann für ihr Projekt “Trialoge”.
Die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs (1933 – 1945) haben in der Stadt Osnabrück deutliche Spuren hinterlassen. Ein interaktiver Stadtplan weist anhand von über 250 Einzeleinträgen auf diese Spuren hin und informiert zu bekannten und weniger bekannten Orten. Einige von ihnen sind heute noch sichtbar, andere hingegen sind mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden.
Eine großartige Möglichkeit, um der Geschichte und den Geschichten rund um den Westfälischen Frieden intensiv nachzuspüren, bietet die kostenlose App „Entdecke Osnabrück" (kostenlos erhältlich in den App-Stores). Darin stellen die virtuellen Guides „Magda, die Marktfrau" und „Friedrich, der Ratsbote" auf zwei ca. 2,5 Kilometer langen Rundgängen die Friedensstadt Osnabrück anhand von insgesamt 23 Stationen vor. Die „Highlights-Tour“ führt die Nutzer auf den Spuren der Stadtgeschichte zu den bedeutendsten Orten und Sehenswürdigkeiten der Stadt wie dem historischen Rathaus, dem Dom mit Hexengang, dem Bucksturm oder der Hase. Auf der Friedenstour kann man einige der Schauplätze der Friedensverhandlungen zum Westfälischen Frieden sowie Orte der gegenwärtigen Friedenskultur Osnabrück, darunter den Friedenssaal, das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, das Mahnmal „Alte Synagoge“ und das Museumsquartier MQ4 mit dem Felix-Nussbaum-Haus erkunden. Mit integrierten Selfie-Stationen, Quiz-Angeboten, historischen Bildsammlungen und 360°-Aufnahmen bietet die App vielseitige Unterhaltung und Information (nicht nur) für Geschichtsinteressierte.
Die Entwicklung der App „Entdecke Osnabrück“ wurde als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie finanziert mit Fördergeldern der Europäischen Union. Beteiligt waren dabei der “Europäische Fond zur regionalen Entwicklung”, “Europa für Niedersachsen, EFRE Förderung für die niedersächsischen Regionen” und die Initiative “Osnabrück. Innenstadt. Erleben."
Das Büro für Friedenskultur füllt die Friedensstadt mit vielen Projekten und Veranstaltungen mit Leben.
Der Friedenspreis steht für Menschen, die in aussichtslosen Konfliktsituationen Brücken bauen.
Um diesen Friedensschluss wurde hart gerungen. Das Ergebnis hat bis heute Vorbildcharakter.
Die Gesprächsrunde sorgt über die Grenzen der Region hinaus für Aufmerksamkeit.
Felix Nussbaum, Erich Maria Remarque und Hans-Georg Calmeyer - drei Persönlichkeiten aus Osnabrück im Porträt.