Die Friedensgespräche

2016 referierte Vitali Klitschko über die Ukraine als „Land in der Zerreißprobe“. Ein Jahr später diskutierte Frank Walter Steinmeier über Lösungsmodelle für die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. Später stand die Frage zur Debatte, ob die Demokratie sich selbst Raum für Populismus schafft. In der Regel sechs Mal im Jahr treffen sich Politiker, Wissenschaftler, Journalisten sowie Persönlichkeiten aus Kultur und Religion in Osnabrück, um über Probleme unserer globalisierten Welt zu debattieren. Vor allem Fragen zur Friedensförderung und Friedenserhaltung stehen im Fokus. Der Name des Forums: die Osnabrücker Friedensgespräche.

Seit der Geburtsstunde im Jahr 1986 entwickelten sich die Friedensgespräche zu einem Veranstaltungsformat, das dem Auftrag Osnabrücks als Friedensstadt in besonderer Art gerecht wird. Die Runde, die in Kooperation von Stadt und Universität ins historische Rathaus oder Osnabrücker Schloss eingeladen wird, sorgt in der Regel über die Grenzen der Region hinaus für viel mediale Aufmerksamkeit. Aktuelle Konflikte in der Welt werden, wenn möglich im Rahmen kurzfristig organisierter Sonderveranstaltungen thematisiert.

In enger Verbindung mit den Friedensgesprächen wurde 1993 eine Konzertreihe aus der Taufe gehoben, die das Thema Frieden aus musikalischen Perspektiven beleuchtet: "musica pro pace". Es werden Kompositionen zur Aufführung gebracht, in denen das Verderben des Krieges und die Sehnsucht des Menschen nach Frieden musikalisch zum Ausdruck gebracht werden.

Dr. Rainer Herrmann (links), Frankfurter Allgemeine Zeitung, im viel beachteten Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier. Foto: Hermann Pentermann
Dr. Rainer Herrmann (links), Frankfurter Allgemeine Zeitung, im viel beachteten Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier. Foto: Hermann Pentermann