Fest der Kulturen: Einladung zu einem „Internationalen Wochenende“ in der Friedensstadt Osnabrück

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause präsentiert das Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück gemeinsam mit den internationalen Vereinen, dem Niedersächsischen Verband deutscher Sinti e.V. und dem Exil-Verein vom 16. bis zum 18. September ein Fest der Kulturen. Drei Tage voller Musik und Begegnung sorgen für ein kosmopolitisches Feeling und gute Stimmung in der Friedensstadt.

Am Freitag, 16. September, lädt der Exil-Verein in Kooperation mit dem aBantu Development e.V. im Rahmen des Festes der Kulturen und im Rahmen seines 35-jährigen Jubiläums um 20 Uhr zu einem Konzert- und Begegnungsabend in das Lutherhaus ein: Unter dem Motto „Amandla - Aufstehen für Toleranz, Respekt und Frieden“ kann sich über die Arbeit des Vereins informiert und ausgetauscht werden. Der Exilverein bietet in vieler Hinsicht Beratung und Unterstützung für Betroffene, die rechte, rassistische, antisemitische oder eine andere Form menschenfeindlicher Gewalt erlebt haben. Passend zum Thema ist die Musik ein hervorragendes Medium, um auf soziale Belange aufmerksam zu machen. Die Amandla-Initiative bietet hier eine breite Plattform, die musikalisch in eine Vielzahl von Ländern führt.

“Amandla” ist eine politische Grußformel aus der Zeit der Anti-Apartheitsbewegung in Südafrika und bedeutet Power. Denn mit dieser Kraft setzt sich das Programm gegen Rassismus und alle Formen der Diskriminierung ein. Mit der Gruppe Edgar Muzah & Friends werden Gäste aus Südafrika erwartet. Unterstützt werden die Musiker durch die Bands Makatumbe aus Hannover und Harambee Live aus Osnabrück.

Die reiche kulturelle Tradition der Sinti hat die deutsche Kultur entscheidend mitgeprägt. Da viele Menschen in unserer Region jedoch wenig vertraut mit der Kultur der Sinti sind, bietet der Niedersächsische Verband Deutscher Sinti e.V. mit dem Sinti Musik Festival am Samstag, 17. September, ab 19 Uhr auf dem Marktplatz die Möglichkeit einer Begegnung und setzt so ein Zeichen für Toleranz und gegenseitiger Anerkennung. Musik bietet hierfür eine ideale Plattform, da sie von allen Menschen verstanden und gefühlt wird. Das Festival wird von den Osnabrücker Lokalmatadoren vom „Osnabrücker Gespann“ auf dem Marktplatz eröffnet. Die Höhepunkte bieten anschließend einzelne Interpreten, die zu den letzten noch verbliebenen All-Stars der europäischen Sinti-Jazz-Szene gehören: Mario Adler (Gitarre), Bobby Falta (Sologitarre), Jani Lehmann (Bass), Ziopflo Reinhard (Geige), Bieschlein (Solo Gitarre) über Joe Bawelino (Sologitarre) bis hin zu unserem Osnabrücker All-Star Danny Weiß (Gitarre). Die Musiker werden dafür sorgen, das auf dem Marktplatz kein Fuß ruhig neben dem anderen stehen bleiben wird.

Den glanzvollen Abschluss bildet schließlich das jährliche Fest der Kulturen am Sonntag, 18. September: Für Jung und Alt bietet das internationale Fest von 13 bis 19 Uhr ein abwechslungsreiches Programm, das die Möglichkeit bietet, andere Kulturen rund um den Marktplatz im Herzen der Friedenstadt näher kennen zu lernen. Auf der Bühne vor dem Rathaus werden verschiedene lokale Gruppen und Kulturschaffende auftreten, die das Publikum mit folkloristisch-traditionellen Tänzen und Liedern, aber auch mit modernen Beiträgen begeistern werden. Zahlreiche Spezialitätenstände bieten durch die vielen ländertypischen Speisen eine kleine kulinarische Reise um die Welt. An Informationsständen können sich die Besucher über die aktuellen Projekte der unterschiedlichen Osnabrücker Vereine, Organisationen und Initiativen informieren. Bei dem Fest kommen Tausende von Menschen zusammen und der Osnabrücker Marktplatz verwandelt sich zu einem Ort der internationalen Begegnung.

Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen des „Internationalen Wochenendes“ frei.

Die Veranstaltungen werden gefördert durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V., die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, die Dr. Buhmann-Stiftung für interreligiöse Verständigung sowie durch den Förderkreis der Osnabrücker Friedensgespräche.

Weitere Informationen sind im städtischen Büro für Friedenskultur unter der Telefonnummer 0541 323-3210 oder per E-Mail unter friedenskulturnoSpam@osnabruecknoSpam.de erhältlich.

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